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Publikationen

Saudi-Arabiens radikalisierender Einfluss auf Deutschlands Muslime

von Lennart Biskup (Uni Marburg), Januar 2017

Das Königreich Saudi-Arabien betreibt die weltweite Verbreitung seiner wahabitischen Staatsreligion, welche die ideologische Grundlage für fundamentalistische und jihadistische Gruppierungen und Bewegungen überall auf dem Globus liefert. Auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten ist die Monarchie bestrebt, missionarische Tätigkeiten auszuüben, um die hiesigen muslimischen Minderheiten zu indoktrinieren. Das vorliegende Paper untersucht vor diesem Hintergrund die personellen, finanziellen und organisatorischen Kanäle saudischer Einflussnahme auf islamische Organisationen, Vereine und Verbände in Deutschland und zeigt Ansätze bestehender Netzwerke auf.

Den vollständigen Artikel können Sie hier herunterladen.


Nehmt die liberalen Muslime endlich ernst!

von Susanne Schröter

Man muss nicht bis nach Indonesien oder Malaysia schauen, um zu befreifen: Der Islam hat die Kraft, sich zu wandeln. Dazu braucht es eine Abkehr vom starren Blick auf die konservativen Verbände und deren Funktionäre […]

Den vollständigen Artikel aus dem Cicero (09/2016) können Sie hier herunterladen.


Islam in Deutschland: Ein Plädoyer für orientalische Offenheit

von Fabian Sinning

Ist der Islam noch zeitgemäß? Anscheinend schon, der Islam und die Muslime hier in Deutschland und Europa zeigen das. Statt an dieser Stelle aber eine wissenschaftliche Debatte über die Zeitmäßigkeit des Islam zu beginnen oder wieder aufzugreifen, möchte ich eine andere These vertreten: Wir haben ein Kommunikationsproblem! […]

Den vollständigen Artikel aus der Huffington Post (online) vom 22.08.2016 können Sie hier herunterladen.


Die Ditib treibt ein doppeltes Spiel

von Susanne Schröter

Der türkisch-islamische Moscheenverband bietet sich dem deutschen Staat als aufgeklärter Partner an. Doch es bleiben Zweifel an seinem Reformwillen und seiner Unabhängigkeit von der Türkei. […]

Den vollständigen Artikel aus der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vom 19.08.2016 können Sie hier herunterladen.


Über die Entstehung von fundamentalistischen, liberalen und progressiven Strömungen

Spielarten des gegenwärtigen Islam

von Susanne Schröter

[…]Der Islam befindet sich in einer Phase fundamentaler Veränderungen, die neue progressive Spielarten, aber auch beunruhigende Formen religiösen Extremismus hervorbringt. In Deutschland diskutieren Muslime, ob es sinnvoll sei, einen spezifisch deutschen oder europäischen Islam zu entwickeln oder ob die herkunftsorientierte Religion der Moschee-Gemeinschaften beibehalten werden sollte. […]

Den vollständigen Artikel aus der "Forschung Frankfurt" 1/2016 können Sie hier herunterladen.


HSFK-Report

Dschihadistische Rechtfertigungsnarrative und mögliche Gegennarrative

Christoph Günther/Mariella Ourghi/Susanne Schröter/Nina Wiedl

[…]Gegen dschihadistische Rechtfertigungsnarrative argumentieren nicht-gewalttätige Salafisten, nicht-salafistische Muslime und Nicht-Muslime. Diese sogenannten Gegennarrative, die in diesem Report systematisiert werden, sollten in der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit zukünftig eine größere Rolle spielen.[…]

Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen.


Die jungen Wilden der Ummah. Heroische Geschlechterkonstruktionen im Dschihadismus

von Susanne Schröter

Nach Angaben des International Centre for the Study of Radicalisation befinden sich mehr als 20.000 ausländische Dschihadisten und Dschihadistinnen in den Reihen des Islamischen Staates (IS) in Syrien und dem Irak. Darunter sind nach vorsichtigen Schätzungen etwa 600 Deutsche.1 Die Rekrutierung junger Europäer für den globalen Dschihad stellt die europäischen Staaten jedoch nicht nur vor außenpolitische Herausforderungen (Stichwort Terrorismusexport), sondern verursacht auch eine Vielzahl innenpolitischer Probleme, angefangen von einem zunehmenden Anschlagsrisiko bis hin zu wachsender Islamfeindlichkeit in der Bevölkerung. Die eilig vorangetriebenen Präventions- und Deradikalisierungsmaßnahmen kranken allerdings noch an einer fehlenden Analyse der Hintergründe für den dschihadistischen Mobilisierungserfolg. Die derzeitige Fokussierung auf Defizite der Integrationspolitik kann nicht erklären, warum die dschihadistische Ideologie auch für Schüler und Schülerinnen sowie Studierende aus der Mittelschicht attraktiv ist und verkennt, dass viele Jugendliche das Weltbild des radikalen Islam bewusst als Alternative zu westlichen Normen und Werten wählen. […]

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Integration

Wir sollten muslimischen Mitbürgern die Hand reichen

von Susanne Schröter

Die AfD liegt falsch: Der Islam ist keine politische Ideologie. Aber religiöser Fundamentalismus und Extremismus sind bei Muslimen in stärkerem Maß vertreten als bei Christen oder säkularen Bürgern.

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Fromme Muslime in Deutschland

»Gott näher als der eigenen Halsschlagader«

von Susanne Schröter

Fromme Muslime, so steht es in einem Koranvers, sind »Gott näher als der eigenen Halsschlagader«. Sie widmen sich in besonderem Maße ihrer Religion, verstehen das Diesseits nur als Übergangsstadium zum ewigen Leben im Paradies und versuchen die Gebote Gottes im Alltag einzuhalten. Über dieses konservative Segment des deutschen Islams, das oft als fundamentalistisch eingestuft wird, existiert nahezu kein verlässliches Wissen. Susanne Schröter hat drei Jahre lang in Wiesbadener Moscheegemeinschaften geforscht und gibt in diesem Buch einen einmaligen Einblick in das Leben und die Gedankenwelten streng gläubiger Muslime. Darüber hinaus zeigt sie, mit welchen Programmen eine ganz normale deutsche Stadt sich seit Jahrzehnten um Integration bemüht.

Susanne Schröter ist Professorin für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktorin des dortigen Forschungszentrums Globaler Islam. Für ihr Buch hat sie von 2011 bis 2015 in Wiesbaden mit 130 Muslimen sowie mit Verantwortlichen aus Politik, Schulen, Jugendarbeit, Kirchen, Polizei und Verwaltung gesprochen.

Campus 2016 · 402 Seiten · ISBN 978-3-593-50542-8 · auch als E-Book erhältlich

Weitere Informationen entnehmen Sie der Seite des Campus Verlags und dem Flyer zum Buch.


Die humanitär-militärische Interventionspraxis gegen den IS und die deutsche Perspektive auf das eigene Fähigkeitsspektrum

von Philipp Fritz

„Nachdem bereits im September 2014 die sogenannte Anti-IS-Koalition auf dem NATO-Gipfeltreffen ihre Geburtsstunde hatte, standen auf der Konferenz in Paris Strategien und Erfolgsaussichten einer Ausweitung der Interventionen gegen den zunehmend erstarkenden IS zur Debatte. Wie auf dem G20-Treffen Mitte November 2015, wurde dabei der weitreichende Einsatz von regulären Streitkräften in den Mittelpunkt gestellt. Da auch die Bundesrepublik Deutschland Teil dieser Koalition ist, stellt sich die Frage nach einer deutschen Perspektive auf eine umfassende Intervention im Irak und in Syrien. Darüber hinaus muss die Fragestellung um die Interventionsfähigkeit der deutschen Bundeswehr erweitert werden und was diese in ihrer derzeitigen Aufstellung in der Lage wäre zu leisten. [...]“

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Islamismus – der unbekannte Feind

von Susanne Schröter

„Wir wissen zu wenig über den Islamismus – und finden deswegen keine Mittel gegen ihn. Islamexpertin Susanne Schröter erläutert Präventionsstrategien. […]“

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IS-Anschlag in Suruç/Türkei

Die innere Sicherheit der Türkei ist bedroht

von Evin Merve Jakob

„In der tükisch-kurdischen Stadt Suruç in der Nähe der syrischen Grenze wurden am Montag, den 20. Juli 2015, bei einem Selbstmordattentat 32 Menschen getötet und Hunderte verletzt.. [...]“

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Blutiger Ramadan oder die transnationale Dimension des Jihadismus

von Susanne Schröter

„[...] Hierzulande wird die Radikalisierung junger Muslime gern als Folge von Diskriminierungserfahrungen, Islamophobie und sozio-ökonomischer Marginalisierung erklärt und die Schuldzuschreibung von den Tätern auf die Gesellschaft verlagert. Der blutige Freitag des Ramadans 2015 zeigt, dass solche Deutungsmuster an der Realität vorbeigehen, wenn man eine globale Perspektive einnimmt. [...]“

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Tunesien

Demokratischer Staat und terroristische Herausforderung – Das Attentat von Sousse

von Sonia Zayed

Drei Monate nach dem Anschlag auf den Bardo-Palast, fand in Tunesien ein weiterer Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund statt. Im heiligen Monat Ramadan erschoss der Tunesier Saifeddine Rezgui am Badeort Sousse 38 Menschen und verletzte 36 weitere zum Teil schwer. [...]

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Radikalisierung – Eine Einordnung

von Marwan Abou Taam

Die überraschenden gesellschaftlichen Umbrüche im arabischen Raum besiegelten bislang das Ende von vier despotischen Regimen und schufen Möglichkeiten für neue politische Konstellationen. In Irak, Libyen, Syrien und Jemen mündeten die politischen Umwälzungen in Bürgerkriege. Durch den Zerfall staatlicher Versorgungs– und Sicherheitsstrukturen entstand ein Machtvakuum, in dem jihadistische Kräfte anhaltend zu bestimmenden Akteuren avancieren. Der Erfolg der Jihadisten lässt sich u.a. darauf zurückführen, dass sie Menschen muslimischen Glaubens aus aller Welt – auch aus Deutschland – zum Kampf in ihren Reihen verführen. [...]

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Dschihadistischer Angriff in Tunesien

Das Attentat auf den Bardo-Palast

von Sonia Zayed

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Der verhinderte jihadistische Anschlag vom 1. Mai 2015

Das Rhein-Main-Gebiet als salafistisch-jihadistische Operationsbasis

von Susanne Schröter

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Zerstörte Romantik

Als Rebellinnen ziehen Muslima in den Dschihad. Als Prostituierte finden sie sich dort wieder.

von Susanne Schröter

Die 16–jährige Samra K. posiert in militärischer Kleidung und schwarz verhülltem Kopf vor zwei maskierten Bewaffneten. Auf ihrem Stirnband ist die shahada zu lesen, das islamische Glaubensbekenntnis. Eine malaysische mujahidah, die sich Paradiesvogel nennt, inszeniert sich in Komplettverschleierung mit Kalaschnikow. Auf anderen Bildern, die der „Islamische Staat“ (IS) des selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi veröffentlicht, kann man Frauen sehen, die Panzerfäuste und Raketenwerfer zusammensetzen oder schwer bewaffnet durchs Gelände marschieren. Stets sind sie in bodenlange weite Gewänder gehüllt, tragen Handschuhe und bedecken das Haupt. Nur ein winziger Schlitz im Gesichtsschleier erlaubt eine beschränkte Sicht. Die Bekleidung ist, um es einmal vorsichtig zu formulieren, alles anderes als praktisch, und die dargestellten kriegerischen Aktivitäten erscheinen vollkommen absurd. In der Tat stellen sie eine rein mediale Inszenierung dar, denn Frauen sind im „Islamischen Staat“ per definitionem von Kampfhandlungen ausgeschlossen.

Lesen Sie hier weiter: http://www.normativeorders.net/de/presse/medienecho/40-presse/presse-echo/3445-gastbeitrag-zerstoerte-romantik.


Frauen im Islam

Welche Chancen hat der islamische Feminismus?

von Susanne Schröter

In den späten achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bildete sich in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia, eine kleine Gruppe politisch engagierter Journalistinnen, Anwältinnen und Wissenschaftlerinnen, um zu erörtern, ob die neue islamische Ordnung, deren Durchsetzung diese Frauen gerade miterlebten, tatsächlich durch den Koran gerechtfertigt sei. Malaysia war bis dato ein Land, in dem der Islam, obgleich offizielle Staatsreligion, das Leben der Einzelnen nicht sonderlich beeinflusste. Das sollte sich damals ändern. Unter dem Einfluss junger Akademiker, die von ihren Studien in Mekka und Kairo zurückkehrten und eine Rückkehr zum „wahren“ Islam anstrebten, war es zu einer konservativ-religiösen Umwälzung der Gesellschaft und zur Implementierung sogenannter „islamischer Werte“ in Politik und Recht gekommen. Im Fernsehen und in den Zeitungen wurden Frauen von Gelehrten aufgefordert, sich ihren Männern unterzuordnen. Diese Morallehrer legitimierten häusliche Gewalt als kostengünstige Maßnahme gegen weiblichen Ungehorsam und feierten Demut als weibliche Tugend.

Für die erwähnten Aktivistinnen war das zutiefst irritierend. Bis dato hatten sie sich gleichermaßen als gläubige Musliminnen und als emanzipierte Frauen verstanden und darin niemals einen Widerspruch gesehen. Jetzt, da ihre Religion so abgrundtief frauenfeindlich interpretiert wurde, wurden sie unsicher. Konnte Gott, der Gerechte, die Diskriminierung von Frauen gutheißen? Ließ sich die Bevorzugung von Männern durch die heiligen Schriften rechtfertigen? Einer Geistlichkeit, die davon ausging, dass die Hölle voll mit aufmüpfigen Frauen sei, wollten sie die Beantwortung ihrer Fragen nicht überlassen. Sie mussten den Koran und die islamischen Überlieferungen selbst mit kritischem Blick studieren.

Lesen Sie hier weiter: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frauen-im-islam-welche-chancen-hat-der-islamische-feminismus-11536377.html.


Deutsche Dschihadisten

Das kurze Leben der „Löwen“

von Susanne Schröter

Der Mann, der sich in einem Werbevideo für den Dschihad Abu Osama nennt, hat ein pausbäckiges Kindergesicht, rosige Wangen und einen rundlichen Körper. Das Sturmgewehr, das an seiner linken Schulter lehnt, wirkt seltsam deplatziert, genauso wie sein Kriegsname. Osama bedeutet „Löwe“. Im bürgerlichen Leben in Dinslaken-Lohberg hieß Abu Osama noch Philip B. Er war Pizzabote und gehörte zu den gesellschaftlichen Verlierern, die, einer Studie des Verfassungsschutzes zufolge, die Mehrheit der deutschen Freiwilligen des „Islamischen Staates“ bilden.

Lesen Sie hier weiter: http://www.fr-online.de/meinung/deutsche-dschihadisten-das-kurze-leben-der--loewen-,1472602,28667990.html.